Kurt Ostwald - 32.275 Kilometer in Gefangenschaft

Kurt Ostwald
kompletter Name
Kurt Ostwald
Geschlecht
männlich
Geburtsdatum
31.08.1923
Beruf/Tätigkeit
Metallformer
Geburtsort
39307 Werdershof bei Schlangenthin
Sachsen-Anhalt – Deutschland
Autor
Andreas Trunschke
Kurzbiografie

Kurt Ostwald wurde in Werdershof im Sächsisch-Anhaltinischen geboren. Schon bald nach der Geburt zog seine Familie nach Brandenburg an der Havel. In dieser Stadt verbrachte er nicht nur seine Kindheit, sondern auch sein Berufsleben.

Diese Biografie reicht von seiner Geburt am 23. August 1923 bis zu seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1947 und der anschließenden Hochzeit mit seiner Jugendfreundin Inge.

Kurt Ostwald schildert eindringlich die Hungerjahre um 1930 und die bedrückenden Verhältnisse in seiner Familie. Der Vater hatte die Familie verlassen, der Stiefvater erwies sich als Kleinkrimineller. Lebhaft erzählt Kurt Ostwald von den vielen Streichen seiner Jugendzeit, aber auch von seiner Liebe zum Radsport und zum Rudern.

Um dem familiären Milieu zu entfliehen, meldete er sich freiwillig zur Marine. Während des Krieges wurde er im Mittelmeer zwischen Italien, Tunesien und Griechenland als Schütze auf verschiedenen Transportschiffen eingesetzt. Am 16. Oktober 1943 geriet er in Gefangenschaft, aus der er erst vier Jahre später wieder freikam.

Sein Weg als Kriegsgefangener führte ihn auf 32.275 Kilometern von Italien über Afrika in die USA und schließlich nach England. Sehr detailreich und spannend schildert er die Bedingungen in den verschiedenen Lagern sowie seine Erlebnisse im Guten wie im Schlechten. Es sind Jahre der Entbehrungen, aber auch der kleinen Freuden. Kraft gaben ihm der feste Glaube an einen Neubeginn in besseren sozialen Verhältnissen und die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben mit Inge Arnswald. So wird dieser Abschnitt seiner Biografie auch die Geschichte einer großen Liebe. Einer Liebe, die bis heute andauert.